Softshelljacken sind für Mitarbeiterkleidung besonders vielseitig: Sie verbinden Wetterschutz mit einem angenehmen Tragegefühl und bieten deutlich mehr Bewegungsfreiheit als viele klassische Outdoorjacken. Je nach Softshell-Material sind die Jacken winddicht oder windabweisend, wasserabweisend und gleichzeitig atmungsaktiv. Damit eignen sie sich für Außendienst, Service, Logistik, Veranstaltungen oder andere Tätigkeiten, bei denen Mitarbeiter regelmäßig zwischen Innen- und Außenbereichen wechseln.
Soll eine Softshelljacke mit Ihrem Firmenlogo versehen werden, ist die richtige Veredelungsart jedoch entscheidend. Eine Stickerei sieht hochwertig aus, kann aber bei Funktionsmaterialien die Membran durchstechen. Gerade bei großen Logos empfehlen wir deshalb häufig einen Blockout-Transferdruck. Er ermöglicht eine gut sichtbare Markenkennzeichnung, ohne Tausende Nadelstiche in das Material einzubringen. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt von Material, Motivgröße, Position und gewünschter Funktion der Jacke ab.
Inhaltsverzeichnis
Warum die Membran einer Softshelljacke bei der Veredelung entscheidend ist
Softshell ist kein einheitlich definiertes Material. Je nach Modell besteht eine Softshelljacke aus unterschiedlichen Materialschichten und kann beispielsweise eine Membran oder Beschichtung besitzen. Polyester und elastische Fasern werden häufig eingesetzt; innen kann zusätzlich eine wärmende Fleece-Schicht für mehr Komfort sorgen. Entscheidend ist deshalb, vor der Veredelung den konkreten Artikel und seinen Aufbau zu prüfen.
Wasserdichte und atmungsaktive Textilien stellen grundsätzlich einen technischen Zielkonflikt dar: Flüssiges Wasser soll möglichst nicht eindringen, während Wasserdampf nach außen transportiert werden kann. Wissenschaftliche Übersichtsarbeiten unterscheiden unter anderem mikroporöse und hydrophile Membranen sowie Beschichtungen. Auch die Konstruktion des Kleidungsstücks beeinflusst die Funktion. Deshalb sollte eine Veredelung die funktionellen Eigenschaften des Materials möglichst wenig beeinträchtigen. Wissenschaftlicher Überblick zu wasserdichten und atmungsaktiven Textilien.
Bestickte Softshelljacken: Bei großen Logos ist Vorsicht geboten
In unserer Textilstickerei erleben wir regelmäßig, dass Kunden ein großes Firmenlogo auf dem Rücken ihrer Softshelljacken wünschen. Optisch kann eine Stickerei sehr hochwertig sein. Bei einer Funktionsjacke müssen jedoch auch die technischen Konsequenzen berücksichtigt werden. Jede Sticknadel durchdringt das Material. Bei einem großen, dicht gestickten Logo entstehen entsprechend viele Einstichstellen.
Das ist besonders relevant, wenn die Jacke ihre wasserabweisende beziehungsweise wasserdichte Funktion möglichst erhalten soll. Auch bei der Herstellung wasserdichter Bekleidung müssen Nahtstellen gegen eindringendes Wasser abgedichtet werden. Untersuchungen zu wasserdichten, atmungsaktiven Textilien bestätigen, dass Nadelöffnungen potenzielle Eintrittsstellen für Wasser darstellen. Studie zu Nadelöffnungen bei wasserdichten Textilien. Für großflächige Stickereien auf funktionellem Softshell empfehlen wir deshalb, vorab Alternativen zu prüfen.
Blockoutdruck auf Softshell: Vorteile bei großflächigen Motiven
Soll ein größeres Logo auf einer Softshelljacke platziert werden, ist ein geeigneter Blockout-Transferdruck häufig die bessere Lösung. Anders als beim Sticken muss das Motiv nicht mit zahlreichen Nadelstichen in das Softshell-Material eingebracht werden. Das ist insbesondere bei Jacken mit Membran ein wesentlicher Vorteil.
Der Begriff „Blockout“ beschreibt eine Sperrschicht im Transfer, die das Durchschlagen beziehungsweise Migrieren von Farbstoffen aus dem Textil in das Druckmotiv reduzieren soll. Gerade bei Polyester und gefärbten Funktionsmaterialien ist dieser Aspekt wichtig. Das Verfahren eignet sich deshalb gut für viele Corporate-Fashion-Anwendungen mit größeren Logos. Welcher Transfer tatsächlich eingesetzt werden kann, sollte jedoch immer am konkreten Material getestet werden. Temperatur, Beschichtung, Imprägnierung und Elastizität können die Haftung und das Druckergebnis beeinflussen. Einen Überblick über unsere Möglichkeiten der Textilbedruckung und Veredelung finden Sie in unserer Textildruckerei.
Softshelljacken bieten Komfort und Wetterschutz für viele Einsatzbereiche
Eine gute Softshelljacke für Unternehmen muss andere Anforderungen erfüllen als eine reine Freizeitjacke zum Bergsteigen, beim Klettern oder beim Wandern. Im Unternehmensalltag spielen neben Wetterschutz und Atmungsaktivität vor allem Passform, Nachlieferbarkeit, Strapazierfähigkeit und eine zuverlässig reproduzierbare Veredelung eine Rolle.
Für Mitarbeiter im Außendienst oder bei wechselnden Tätigkeiten sind beispielsweise folgende Eigenschaften sinnvoll:
- ausreichende Bewegungsfreiheit und Elastizität
- wind- und wasserabweisendes Material
- für den Einsatzzweck passende Atmungsaktivität
- komfortable Ärmelbündchen und gut erreichbare Reißverschlüsse
- je nach Tätigkeit eine abnehmbare oder verstellbare Kapuze
- passende Damen- und Herrenmodelle
Eine Softshelljacke ersetzt dabei nicht automatisch eine Hardshelljacke. Bei länger anhaltender Nässe oder besonders hohen Anforderungen an die Wasserdichtigkeit kann eine dafür konzipierte Hardshell sinnvoller sein. Entscheidend ist daher immer der tatsächliche Einsatzzweck.
Softshell, Fleecejacke oder Hardshelljacke: Welche Jacke passt zum Unternehmen?
Nicht jedes Team benötigt die gleiche Jacke. Softshelljacken punkten vor allem durch ihre Vielseitigkeit. Das elastische Material bietet Bewegungsfreiheit und kann gleichzeitig vor Wind und leichter Nässe schützen. Eine Fleecejacke ist dagegen in erster Linie wärmend und kann beispielsweise als Midlayer getragen werden. Hardshelljacken sind für Anwendungen interessant, bei denen ein stärkerer Schutz vor Regen im Vordergrund steht. Ein leichter Windbreaker wiederum kann für Veranstaltungen oder saisonale Einsätze ausreichen.
| Bekleidungsart | Typischer Schwerpunkt | Geeignet für |
|---|---|---|
| Softshelljacke | Komfort, Windschutz, Bewegungsfreiheit | Außendienst, Service, Alltag |
| Fleecejacke | Wärme | Innenbereiche, Midlayer |
| Hardshelljacke | hoher Wetterschutz | längere Außeneinsätze |
| Windbreaker | leichter Windschutz | Events, Promotion, Übergangszeit |
Welche Variante sinnvoll ist, sollte deshalb vor der Auswahl von Marke, Farbe und Veredelung geklärt werden.
Wasserabweisend, wasserdicht und atmungsaktiv richtig einordnen
Die Begriffe wasserabweisend und wasserdicht sollten bei Softshelljacken nicht gleichgesetzt werden. Eine wasserabweisende Oberfläche kann Regentropfen zunächst abperlen lassen. Wasserdichtigkeit beschreibt dagegen den Widerstand eines Materials gegen das Eindringen von Wasser unter definierten Bedingungen. Wissenschaftlich wird dieser unter anderem über den hydrostatischen Druck beziehungsweise die Wassersäule beurteilt. Atmungsaktivität wiederum betrifft den Transport von Wasserdampf durch das Material.
Die Forschung zeigt zugleich, dass hohe Wasserdichtigkeit und hohe Atmungsaktivität technisch miteinander in Konflikt stehen können. Deshalb sollte eine Jacke nach dem tatsächlichen Einsatz ausgewählt werden und nicht allein anhand einzelner Marketingbegriffe. Eine wissenschaftliche Übersicht erläutert Aufbau und Prüfung wasserdichter, atmungsaktiver Materialien. Auch Imprägnierung, Beschichtung, Verarbeitung und Pflege beeinflussen den Wetterschutz. Für Firmenkleidung kommt zusätzlich hinzu, dass Logo und Veredelung zur Materialkonstruktion passen müssen.
Häufige Fragen zu Softshelljacken und ihrer Veredelung
Kann man Softshelljacken besticken?
Ja. Besonders kleine Logos lassen sich je nach Material gut sticken. Soll die Funktion möglichst erhalten bleiben, können wir die Rückseite bei geeigneten Konstruktionen zusätzlich mit wasserdichtem Stoff hinterlegen. Bei großen Stickmotiven ist diese Lösung jedoch nicht sinnvoll.
Sind Softshelljacken wasserdicht?
Nicht grundsätzlich. Je nach Aufbau, Membran, Beschichtung und Verarbeitung können Modelle unterschiedliche Werte erreichen. Wasserabweisend und wasserdicht sind nicht dasselbe.
Warum eignet sich Blockoutdruck für Softshell?
Bei größeren Motiven kann ein geeigneter Blockout-Transfer eine Alternative zur Stickerei sein. Die Sperrschicht reduziert unerwünschte Farbmigration aus dem Material.
Sind Softshelljacken atmungsaktiv?
Viele Modelle sind auf Wasserdampftransport ausgelegt. Wie atmungsaktiv eine konkrete Jacke ist, hängt jedoch vom Materialaufbau ab.
Welche Softshelljacken sind die besten?
Das hängt vom Einsatz ab. Für Corporate Fashion zählen neben Komfort und Wetterschutz insbesondere Passform, Größenlauf, Nachlieferbarkeit und Veredelbarkeit.
Softshelljacken mit Logo: Material und Veredelung gemeinsam auswählen
Ob Damen-Softshelljacke, Unisex-Modell oder spezielle Outdoorjacke: Bei Corporate Fashion sollte die Entscheidung nicht erst bei der Frage „Stick oder Druck?“ beginnen. Sinnvoller ist es, Jacke, Einsatzbereich und Veredelung gemeinsam zu betrachten. So lässt sich vermeiden, dass ein optisch gewünschtes Logo die Funktion eines sorgfältig ausgewählten Materials unnötig beeinträchtigt.
Als Textilexperten prüfen wir deshalb unter anderem Materialzusammensetzung, Membran beziehungsweise Beschichtung, Motivgröße und Position. In unserer eigenen Textildruckerei und Stickerei können wir anschließend die geeignete Umsetzung abstimmen. Mehr Hintergrund zur Auswahl von Unternehmensbekleidung finden Sie auch in unserem Beitrag über Firmenkleidung, Arbeitskleidung und Berufskleidung.
Sie planen Softshelljacken für Ihre Mitarbeiter und möchten wissen, welche Veredelung für Ihr Logo geeignet ist? Sprechen Sie mit uns über Ihre Corporate Fashion. Wir beraten Sie anhand Ihres konkreten Einsatzbereichs, Materials und Designs.


