Was ist Strick? Der Unterschied zwischen Strick- und Wirkstoffen in der Corporate Fashion

Strickware versus Wirkware

Für Corporate Fashion ist die Unterscheidung von Strick und Wirk sehr wichtig. Gestrickte Kleidungsstücke stehen häufig für einen hochwertigen, klassischen und repräsentativen Auftritt. Wirkwaren hingegen überzeugen durch Sportivität, Robustheit, Formstabilität und ihre Eignung für den täglichen Einsatz in Unternehmen. Die meisten T-Shirts, Poloshirts, Sweatshirts und Hoodies bestehen aus Wirkware, während Pullover und Cardigans typischerweise gestrickt werden.

Wer Mitarbeiterkleidung beschafft, sollte deshalb nicht nur auf die Optik achten. Die textile Konstruktion beeinflusst Tragekomfort, Haltbarkeit, Pflegeaufwand und die Möglichkeiten der Veredelung mit Stick oder Druck. In diesem Beitrag erfahren Sie, was Stricken eigentlich ist, wie sich beide Herstellungsverfahren unterscheiden und welche Variante sich für welche Anforderungen in der Corporate Fashion eignet.

Inhaltsverzeichnis

Was viele Unternehmen unter „Strick“ verstehen – und warum das oft nicht stimmt

„Wir suchen einen Strickpullover für unsere Mitarbeiter.“ Diesen Satz hören wir in der Beratung regelmäßig. Aber was ist das eigentlich wirklich? Im weiteren Gespräch stellt sich häufig heraus, dass eigentlich ein klassisches Sweatshirt oder ein Hoodie gewünscht wird. Der Begriff „Strick“ wird unter Nicht-Textilexperten oft als Sammelbezeichnung für warme, flexible Oberbekleidung verwendet. Technisch betrachtet ist das jedoch nicht korrekt.

Für Unternehmen, die Corporate Fashion, Mitarbeiterkleidung oder Messebekleidung beschaffen, lohnt sich ein genauer Blick auf die Unterschiede. Denn Strickartikel und Wirkwaren werden duch zwei unterschiedliche Verfahren hergestellt, die sich direkt auf Tragekomfort, Haltbarkeit, Optik und Veredelungsmöglichkeiten auswirken.

Wer diese Unterschiede kennt, kann bessere Entscheidungen treffen und sicherstellen, dass die ausgewählte Bekleidung sowohl den Anforderungen der Mitarbeiter als auch den Zielen der Unternehmensmarke entspricht.

 

Der technische Unterschied einfach erklärt

Sowohl Strickstoffe als auch Wirkwaren gehören zu den sogenannten Maschenwaren. Der entscheidende Unterschied liegt in ihrer Herstellung.

Bei Strickwaren wird ein einzelner Faden zu einer zusammenhängenden Maschenstruktur verarbeitet. Reißt der Faden, kann sich die Masche über die gesamte Reihe auflösen (Laufmasche). Durch das Stricken entstehen textile Flächen mit großem Volumen, hoher Elastizität und einer charakteristischen, oft weicheren offeneren Optik. Typische Beispiele für Arten von Strickwaren sind Pullover, Cardigans oder Feinstrickjacken.

Wirkwaren entstehen dagegen aus vielen parallel laufenden Fäden und Schlingen, die gleichzeitig miteinander verschlungen werden. Dieses Verfahren erzeugt besonders formstabile und belastbare Textilien. Da sich ein Wirkstoff industriell in Massenfertigung sehr schnell herstellen lässt, wird es typischerweise für T-Shirts, Poloshirts, Sweatshirts, Hoodies und Funktionsbekleidungen verwendet.

Für den Träger ist dieser Unterschied oft nicht sichtbar. Für die Eigenschaften des Kleidungsstücks spielt die Konstruktion jedoch eine entscheidende Rolle. Sie beeinflusst unter anderem Formstabilität, Reißfestigkeit, Pflegeaufwand und Lebensdauer.

Was ist Strick

Warum die Materialkonstruktion für Corporate Fashion entscheidend ist

Mitarbeiterkleidung muss heute deutlich mehr leisten als nur ein einheitliches Erscheinungsbild zu schaffen. Sie soll angenehm zu tragen sein, lange halten, professionell wirken und sich wirtschaftlich beschaffen lassen.

Hier zeigt sich schnell, warum die Wahl zwischen den beiden Stoffvarianten relevant ist. Während gestrickte Artikel häufig für einen hochwertigen und klassischen Auftritt stehen, punkten Wirkwaren durch ihre Strapazierfähigkeit, Vielseitigkeit, Waschbarkeit und somit Alltagstauglichkeit.

Besonders in Unternehmen mit regelmäßigem Kundenkontakt spielt die richtige Materialauswahl eine wichtige Rolle. Ein eleganter Feinstrickpullover kann Kompetenz und Wertigkeit vermitteln. In Bereichen mit hoher Beanspruchung, häufigen Waschzyklen oder körperlicher Aktivität sind Sweatshirts und Poloshirts aus Wirkware dagegen oft die bessere Lösung.

Corporate Fashion sollte deshalb immer aus der Perspektive des tatsächlichen Einsatzes geplant werden. Nicht die Bezeichnung eines Produkts ist entscheidend, sondern die Anforderungen, die es im Arbeitsalltag erfüllen muss.

 

Welche Vorteile gestrickte Bekleidung für Mitarbeiter und Unternehmen bieten

Gestrickte Kleidungsstücke haben ihren festen Platz in modernen Corporate-Fashion-Konzepten. Insbesondere Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor, dem Finanzwesen oder der Hotellerie setzen häufig auf Pullover, Cardigans & Co., um einen hochwertigen und professionellen Auftritt zu unterstützen.

Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:

  • elegante und hochwertige Optik
  • angenehme Wärmeisolierung
  • hoher Tragekomfort
  • gute Kombinierbarkeit mit Hemden und Blusen
  • professionelles Erscheinungsbild im Kundenkontakt

Besonders Feinstrick aus Baumwolle oder Merinowolle eignet sich hervorragend für repräsentative Einsätze. Mitarbeiter empfinden solche Kleidungsstücke oft als hochwertiger als klassische Sweatshirts.

Gleichzeitig sollte berücksichtigt werden, dass diese Bekleidungsstücke in vielen Fällen etwas empfindlicher gegenüber mechanischer Belastung sind. Für Arbeitsbereiche mit hoher Beanspruchung oder intensiver Nutzung eignen sie sich daher nicht immer als alleinige Lösung.

 

Warum Wirkware bei moderner Corporate Fashion häufig dominiert

Ein Großteil der heute eingesetzten Mitarbeiterkleidung basiert auf Wirkware. Dafür gibt es gute Gründe. Die Konstruktion sorgt für eine hohe Formstabilität und macht die Textilien besonders widerstandsfähig im täglichen Einsatz.

Typische Beispiele sind:

  • T-Shirts
  • Poloshirts
  • Sweatshirts
  • Hoodies
  • Funktionsshirts
  • Arbeitskleidung

Gerade bei größeren Unternehmen spielen Faktoren wie Nachlieferbarkeit, Waschbeständigkeit und Haltbarkeit eine wichtige Rolle. Wirkware erfüllt diese Anforderungen häufig besser als klassische Strickwaren.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Veredelung. Ob Stickerei, Transferdruck oder Siebdruck – viele Wirkwaren bieten ideale Voraussetzungen für eine langlebige Umsetzung von Logos und Markenbotschaften. Dadurch eignen sie sich besonders gut für Corporate Fashion, die regelmäßig getragen und gewaschen wird.

 

Pullover oder Sweatshirt? Ein typisches Missverständnis aus unserer Beratung

In der Praxis zeigt sich immer wieder, wie wenig bekannt die Unterschiede zwischen den beiden Textilstoffen außerhalb der Textilbranche sind. Viele Kunden fragen gezielt nach Strickpullovern, obwohl sie tatsächlich ein Sweatshirt suchen.

Der Hintergrund ist verständlich. Beide Kleidungsstücke erfüllen auf den ersten Blick ähnliche Funktionen: Sie halten warm, wirken hochwertiger als ein leichtes Shirt und lassen sich gut mit anderen Kleidungsstücken kombinieren.

Der Unterschied wird jedoch deutlich, wenn die Anforderungen genauer betrachtet werden. Soll das Kleidungsstück regelmäßig gewaschen werden? Wird es täglich getragen? Muss es besonders robust sein? Soll ein großes Firmenlogo aufgebracht werden?

In vielen Fällen stellt sich dann heraus, dass ein hochwertiges Sweatshirt aus Wirkware die wirtschaftlichere und praktischere Lösung darstellt. Ein echter Feinstrickpullover kann dagegen die richtige Wahl sein, wenn Repräsentation und Wertigkeit im Vordergrund stehen.

 

Qualität, Nachhaltigkeit und Lebensdauer werden immer wichtiger

Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass die Verlängerung der Nutzungsdauer von Bekleidung einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Umweltbelastungen leisten kann. Unternehmen profitieren deshalb von langlebigen Produkten, die über viele Jahre genutzt werden können.

Bei der Auswahl von Corporate Fashion sollten daher neben Preis und Design auch Nachhaltigkeitsstandards berücksichtigt werden. Besonders relevant sind:

GOTS für biologisch erzeugte Naturfasern

GRS für recycelte Materialien

Grüner Knopf als staatliches Nachhaltigkeitssiegel

Vor allem hochwertige gestrickte Bekleidungsstücke und Wirkwaren können beide einen wichtigen Beitrag zu nachhaltiger Unternehmensbekleidung leisten. Entscheidend ist die Auswahl geeigneter Materialien sowie eine Verarbeitung, die auf langfristige Nutzung ausgelegt ist. Dies entspricht auch unserem Anspruch an nachhaltige Corporate Fashion mit hoher Alltagstauglichkeit.

 

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet der Begriff ‚Strick‘ und woher kommt er?
Das Wort selbst stammt vom mittelhochdeutschen Wort stric sowie dem althochdeutschen stric (im Sinne von „Fangschlinge“ oder „Seil“) ab. Historisch gesehen ist das Wort eng verwandt mit Begriffen, die das Zusammenbinden und Schnüren beschreiben.

Was ist Strick?
Stricken ist ein textiles Herstellungsverfahren, bei dem ein einzelner Faden zu einer zusammenhängenden Maschenstruktur verarbeitet wird. Typische Produkte sind Pullover und Strickjacken.

Was ist Wirkware?
Wirkware entsteht durch mehrere parallel laufende Fäden und wird für viele T-Shirts, Poloshirts, Sweatshirts und Funktionsbekleidungen eingesetzt.

Ist ein Sweatshirt gestrickt?
Nein. Die meisten Sweatshirts bestehen aus Wirkware und nicht aus Strickware.

Was ist langlebiger – Strick oder Wirk?
Für stark beanspruchte Mitarbeiterkleidung ist Wirkware häufig widerstandsfähiger. Hochwertige Strickwaren können bei richtiger Pflege jedoch ebenfalls sehr lange genutzt werden.

Welche Variante eignet sich besser für Corporate Fashion?
Das hängt vom Einsatzzweck ab. Für den täglichen Gebrauch sind Wirkwaren oft die wirtschaftlichere Lösung. Für einen besonders hochwertigen Auftritt können Strickwaren die bessere Wahl sein.

 

Die passende Corporate Fashion beginnt mit der richtigen Materialauswahl

Beide Herstellungsverfahren sind keine konkurrierenden Materialien, sondern unterschiedliche textile Konstruktionen mit jeweils eigenen Stärken. Während ein Pullover für Wertigkeit, Wärme und eine klassische Optik stehen, überzeugt ein Sweatshirt durch Robustheit, Pflegeleichtigkeit und hohe Alltagstauglichkeit.

Unsere Erfahrung zeigt, dass die beste Corporate Fashion selten ausschließlich aus einer dieser Varianten besteht. Häufig entstehen die überzeugendsten Kollektionen durch eine sinnvolle Kombination verschiedener Produkte für unterschiedliche Einsatzbereiche.

Wenn Sie Unterstützung bei der Auswahl von Mitarbeiterkleidung, Corporate Fashion oder nachhaltigen Textilien benötigen, beraten wir Sie gerne persönlich. Gemeinsam entwickeln wir ein Bekleidungskonzept, das zu Ihrer Marke, Ihren Mitarbeitern und Ihren Anforderungen passt.

Weitere Informationen erhalten Sie bei uns

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